Neuigkeiten
18. Februar 2018
Instrumentenbau-Workshop in Auroville, Indien

Auf Einladung von Aurelio C. Hammer, künstlerischer Leiter von Svaram Musical Instruments & Research, veranstaltete Hans Tschiritsch im Jänner 2018 Instrumentenbau- und Obertongesang-Workshops. Ziel war es, verschiedene Prototypen von innovativen Musikinstrumenten zu entwickeln und zu bauen.

Svaram, wie auch die Stadt der Morgenröte Auroville, verstehen sich als Ort der Entwicklung, der Forschung und des Lernens. Klangbäder, an denen bis zu hundert Personen teilnehmen, und Sound-Healings sind dort Teil des Programms. Die Mitarbeiter sind in der Produktion tätig, musizieren aktiv, betreuen dann wieder eine Gruppe oder Schulklasse oder machen eine Einzel-Klangbehandlung – Ein ganzheitlicher Ansatz, der den Vorstellungen von Hans Tschiritsch sehr entgegen kam.

Auroville

Bau einer Oberton-Drehleier mit dem Schwungrad einer alten Singer-Nähmaschine

Auroville

Bau einer Wehmutswalze oder Dreh-Tampura

Am Ende des Workshops stand ein Konzert, bei dem alle gebauten Instrumente zum Einsatz kamen: Das Klang-Massage-Bett Kundalini, ein Therapie-Instrument zur Entspannung und Harmonisierung. Eine Wehmutswalze oder Dreh-Tampura, ein mit Saiten bespannter Zylinder, der auf einer Achse gelagert ist. Die Walze wird in Drehung versetzt und die Saiten mit dem Bogen gestrichen. Sie erzeugt einen meditativen, obertonreichen Dauer-Ton, den man noch vielfältig modulieren kann. Ein einsaitigen Teekisten-Bass, ein Instrument, das in seiner Einfachheit bei fast allen Menschen das Bedürfnis weckt, damit spontan Musik zu machen. Eine Oberton-Drehleier mit dem Schwungrad einer alten Singer-Nähmaschine. Für den Klang-Ventilator wurde ein normaler Decken-Ventilator so umgebaut, daß er nach dem Prinzip der Äolsharfe Klänge von sich gibt, mit einem Dreh-Schalter wird die Geschwindigkeit geregelt, aus dem Klangspektrum lassen sich sehr deutlich die einzelnen Obertöne heraushören.

23. Juni 2017
Nomaden im Speck auf der Wienwoche

WIENWOCHE findet im September 2017 bereits zum sechsten Mal statt. Die NoMaden im Speck werden auch dieses Jahr in Konzerten, Klanginstallationen, Mitmach-Ausstellungen, Workshops und Kinderprogrammen den öffentlichen Raum beleben. Neben Hans Tschiritsch und Otto Lechner nehmen vorausssichtlich Jelena Popržan, Pamelia Stickney, Melissa Coleman, die Brüder Wladigeroff und viele andere KünstlerInnen teil. Gespielt wird auf Märkten, Kirchen, Parks und noch zu entdeckende Orte im 7. und 15. Bezirk in Wien.

Otto Lechner und Hans Tschiritsch am Wiener Meiselmarkt
(Photo © Ana Paula Franco)

Der Verein zur Förderung der Stadtbenutzung wurde 2011 als Träger für das neue Kulturprojekt WIENWOCHE gegründet. Die Entwicklung und Förderung gesellschaftspolitischer und kultureller Handlungsräume für künstlerische, soziokulturelle und zivilgesellschaftliche AkteurInnen – auch im Sinne einer Rückeroberung städtischen öffentlichen Raumes – soll dabei im Zentrum der Aktivitäten stehen.

19. Juni 2017
Lauschangriff

Drei Wochen lang im September und Oktober 2017 gibt es im Bezirksmuseum Neubau eine Mitmach-Ausstellung von und mit Hans Tschiritsch – Klang- & Lauschobjekte zum angreifen, erleben und spüren. Am Programm stehen Konzerte mit MusikerInnen wie Pamelia Stickney (Theremin), Otto Lechner (Akkordeon), dem Obertonchor Die KlangnoMaden und zahlreichen GastmusikerInnen, TänzerInnen & AktionskünstlerInnen aus aller Welt sowie Obertongesangs-Seminare, Mitmach-Sessions, Workshops für Schulklassen und interessierte Gruppen.

20. März 2017
Thema der Woche auf BR Klassik

BR-Klassik, ein Sender des Bayerischen Rundfunks spezialisiert auf Klassik, Jazz, Film- und Weltmusik, widmet sich vom 20. bis 24. März 2017 ganz der Musik von Hans Tschiritsch. Zu hören ist er zusammen mit seiner Band Tschiritsch's Urwerk und dem 1. Strengen Kammerorchester, im Trio mit den beiden Akkordeonisten Otto Lechner und Franz Haselsteiner und mit allerlei Freunden aus der Wiener Musikszene – und mit den Stars der Woche: Obertondrehleier und Trichtergeige, Singender Säge und Gläserspiel, Maultrommel und Tonnenbaß. Mittagsmusik, so der Titel der Schwerpunktreihe, wird von Xaver Frühbeis gestaltet und bietet täglich zwei Stunden lang die ganze Welt der Musik: Archivschätze, rare Produktionen, brandneue Veröffentlichungen mit gefeierten Opernstars und Geheimtipps der Musikszene.

Hans Tschiritsch am Klangpropeller und Melissa Coleman am Phono-Cello (Photo © Didi Sattmann)

2. Mai 2016
Ohrwurm-Serpentophon im Pankratium

Für den Klang-Garten des Pankratiums in Gmünd baute Hans Tschiritsch seine jüngste Erfindung. Das aus alten Kupfer-Dachrinnen gefertigte 25 Meter lange, schlängelnde Klangobjekt soll die Besucher des Haus des Staunens zum Hineinsingen und Lauschen anregen und so spielerische Wahrnehmungszugänge in die Welt der Musik ermöglichen.

Hans Tschiritsch mit seinem Ohrwurm-Serpentophon im Klanggarten des Pankratiums - Haus des Staunes (Photo © Tischitz)

Das ehemalige St. Antonius Spital aus dem 12. Jahrhundert, eines der ältesten Gebäude der Künstlerstadt Gmünd in Kärnten, wurde seit dem Mittelalter vielfältig genutzt – als Spital, Geburtenstation, Schulexpositur und Altenwohnheim. Dem Pankratium ist es in den vergangenen zehn Jahren gelungen, sich zu einem der wichtigsten Ausstellungszentren Österreichs und auch weit über die Grenzen hinaus zu entwickeln.

28. Jänner 2016
Feinarbeit für guten Klang: Instrumentenbauer

Vor Ideen strotzen geradezu die Instrumente von Hans Tschiritsch. „Instrumentenbauer“ würde bei ihm eindeutig zu kurz greifen. Seine Materialien sind schon einmal ein Blasebalg und ein Luftballon, eine Konservendose oder ein Fahrrad. Die Zither spielt er, der als Straßen- und Theatermusiker umtriebig war und unter anderem Obertongesang unterrichtet, mit einem elektrischen Milchschäumer.

Monochord-Zither mit Milchschäumer (Photo © Christine Ebenthal)

Und der Resonanzkörper ist er mitunter selbst. Etwa bei der einsaitigen Mundgeige aus einem Spazierstock, die nach dem Maultrommelprinzip mit einem Zwirnsfaden im Mund spielt. Das Zwitscheridoo sei, meint Tschiritsch lakonisch, „jetzt kein Alltagsgegenstand in dem Sinn“, sondern ein celloähnliches Saiteninstrument, in dessen Hals man auch hineinbläst. Ein anderes Saiteninstrument aus seiner Werkstatt setzt er sich auf den Kopf, gleich nachdem er eine Clownsnase im Gesicht platziert hat: Dank seiner Klanghüte kann sich Hans Tschiritsch mit einem Bogen am Kopf kratzen und Töne erzeugen. „Ich beschalle mich selbst.“ (Auszug aus dem Artikel von Anna Burghardt, Daniel Kalt, Norbert Philipp - Die Presse, Schaufenster, 28.01.2016)