Neuigkeiten
21. Dezember 2018
Winterpause

Mit einem Konzert von Tessi Rauba verabschiedete sich die Konzertreihe Musikalische Momente in der Josefstadt in die Winterpause. Insgesamt fünf Aufführungen standen im Herbst am Programm: Pamelia Stickney, Otto Lechner, Jelena Popržan, Lina Neuner, Alexander und Konstantin Wladigeroff, Klaus Trabitsch sorgten für außergewöhnlichen Musikgenuss im familiären Ambiente. Im Frühjahr 2019 wird die Konzertreihe mit weiteren spannenden Veranstaltungen fortgesetzt.

Tessi Rauba spielt das Stück Aquarium aus Camille Saint-Saëns' Karneval der Tiere

29. Oktober 2018
Alash

Am 23. Oktober 2018 gastierte das Ensemble Alash zum ersten Mal in Wien. Das von KultEurasia und Hans Tschiritschs Kunstverein Klangwerk veranstaltete Konzert war ein voller Erfolg. Im ausverkauften Festsaal des Bezirksmuseums Josefstadt begeisterten die Meister des berühmten Kehlkopf- und Obertongesangs der Tuwa Volksgruppe ihr Publikum. Das Trio Alash kommt aus Kyzyl, der Hauptstadt von Tuwa, einer winzigen Republik in Zentralasien in der Russischen Föderation.

Bady-Dorzhu Ondar, Ayan-ool Sam und Ayan Shirizhik sind das Trio Alash

10. Oktober 2018
Musikalische Momente in der Josefstadt

Konzert-Serie in der Galerie Kunstverein Klangwerk Laudongasse 28, 1080 Wien

Der Kunstverein Klangwerk verfügt seit kurzem endlich über einen Klangraum, in dem wöchentlich Oberton-Kurse stattfinden. Wir planen in  Zukunft auch Konzerte zu veranstalten, für etwa 25 Personen – wie immer rein akustisch, ohne elektrische Verstärker, kuratiert von Hans Tschiritsch.

Pamelia Stickney und Otto Lechner werden Musikalische Momente in der Josefstadt am 6. November 2018 eröffnen (Photo © Robert Rutöd)

Das Ohren- & Augenmerk richtet sich auf Interkulturalität, Kreativität, Improvisation, Komposition im Moment, gemeinsames Erleben und Spüren. Das musikalische Niveau orientiert sich an KünstlerInnen wie Pamelia Stickney, Jelena Popržan, Melissa Coleman, Otto Lechner, Brüder Wladigeroff u.a.

Momente der Begegnung, in denen Einzigartiges, nie Dagewesenes stattfindet.

24. September 2018
Louise Werner – Buchpräsentation

Am 19. September 2018 präsentierte der Republikanische Club – Neues Österreich die kürzlich bei der Theodor Kramer Gesellschaft erschienene Autobiographie … aber mir hat der Marxismus besser gefallen! – Erinnerungen 1931 bis 2001 von Louise Werner, Mutter von Hans Tschiritsch und Tessi Rauba. Die beiden umrahmten auch musikalisch die Veranstaltung, Andrea Pauli las aus dem Buch.

Klezmer mit Hans Tschiritsch (Gitarre), Thessi Rauba (Flöte), Victoria Kirilova (Kontrabass)
und Lilia Kirilova (Viola)

Louise Werners Leben beginnt mit einer Kindheit im Roten Wien und unter dem Austrofaschismus. Kurz vor ihrem zehnten Geburtstag muss sie die Machtergreifung der Nationalsozialisten miterleben. Ihr nach den Nürnberger Gesetzen jüdischer Vater, Angehöriger einer Widerstandsgruppe, wird 1944 im KZ Warschau ermordet. Als überzeugte Sozialistin kritisiert Werner die großen Versäumnisse nach der Befreiung. Sie sieht sich erneut mit autoritären Denk- und Handlungsmustern konfrontiert, mit den Auswirkungen rechter Männerbündelei und politischer Seilschaften auf das Private, auf Frauen und Kinder.

Andrea Pauli liest aus dem Buch von Louise Werner


  Louise Werners Autobiographie liest sich als Lehrbuch für konkrete Empörung. Nicht ein Distanzieren und Verachten wird nahe gelegt, sondern ein genaues Benennen und Bekämpfen dessen, was schief lief in der Zweiten Republik – im Hinblick auf die Rechte und Lebensentwürfe der in der NS-Zeit Zurückgesetzten und besonders der Frauen.

Mehr Information zum Buch und Bestellmöglichkeit auf der Seite des
Verlages der Theodor Kramer Gesellschaft.

18. Februar 2018
Instrumentenbau-Workshop in Auroville, Indien

Auf Einladung von Aurelio C. Hammer, künstlerischer Leiter von Svaram Musical Instruments & Research, veranstaltete Hans Tschiritsch im Jänner 2018 Instrumentenbau- und Obertongesang-Workshops. Ziel war es, verschiedene Prototypen von innovativen Musikinstrumenten zu entwickeln und zu bauen.

Svaram, wie auch die Stadt der Morgenröte Auroville, verstehen sich als Ort der Entwicklung, der Forschung und des Lernens. Klangbäder, an denen bis zu hundert Personen teilnehmen, und Sound-Healings sind dort Teil des Programms. Die Mitarbeiter sind in der Produktion tätig, musizieren aktiv, betreuen dann wieder eine Gruppe oder Schulklasse oder machen eine Einzel-Klangbehandlung – Ein ganzheitlicher Ansatz, der den Vorstellungen von Hans Tschiritsch sehr entgegen kam.

Auroville

Bau einer Oberton-Drehleier mit dem Schwungrad einer alten Singer-Nähmaschine

Auroville

Bau einer Wehmutswalze oder Dreh-Tampura

Am Ende des Workshops stand ein Konzert, bei dem alle gebauten Instrumente zum Einsatz kamen: Das Klang-Massage-Bett Kundalini, ein Therapie-Instrument zur Entspannung und Harmonisierung. Eine Wehmutswalze oder Dreh-Tampura, ein mit Saiten bespannter Zylinder, der auf einer Achse gelagert ist. Die Walze wird in Drehung versetzt und die Saiten mit dem Bogen gestrichen. Sie erzeugt einen meditativen, obertonreichen Dauer-Ton, den man noch vielfältig modulieren kann. Ein einsaitigen Teekisten-Bass, ein Instrument, das in seiner Einfachheit bei fast allen Menschen das Bedürfnis weckt, damit spontan Musik zu machen. Eine Oberton-Drehleier mit dem Schwungrad einer alten Singer-Nähmaschine. Für den Klang-Ventilator wurde ein normaler Decken-Ventilator so umgebaut, daß er nach dem Prinzip der Äolsharfe Klänge von sich gibt, mit einem Dreh-Schalter wird die Geschwindigkeit geregelt, aus dem Klangspektrum lassen sich sehr deutlich die einzelnen Obertöne heraushören.

23. Juni 2017
Nomaden im Speck auf der Wienwoche

WIENWOCHE findet im September 2017 bereits zum sechsten Mal statt. Die NoMaden im Speck werden auch dieses Jahr in Konzerten, Klanginstallationen, Mitmach-Ausstellungen, Workshops und Kinderprogrammen den öffentlichen Raum beleben. Neben Hans Tschiritsch und Otto Lechner nehmen vorausssichtlich Jelena Popržan, Pamelia Stickney, Melissa Coleman, die Brüder Wladigeroff und viele andere KünstlerInnen teil. Gespielt wird auf Märkten, Kirchen, Parks und noch zu entdeckende Orte im 7. und 15. Bezirk in Wien.

Otto Lechner und Hans Tschiritsch am Wiener Meiselmarkt
(Photo © Ana Paula Franco)

Der Verein zur Förderung der Stadtbenutzung wurde 2011 als Träger für das neue Kulturprojekt WIENWOCHE gegründet. Die Entwicklung und Förderung gesellschaftspolitischer und kultureller Handlungsräume für künstlerische, soziokulturelle und zivilgesellschaftliche AkteurInnen – auch im Sinne einer Rückeroberung städtischen öffentlichen Raumes – soll dabei im Zentrum der Aktivitäten stehen.

19. Juni 2017
Lauschangriff

Drei Wochen lang im September und Oktober 2017 gibt es im Bezirksmuseum Neubau eine Mitmach-Ausstellung von und mit Hans Tschiritsch – Klang- & Lauschobjekte zum angreifen, erleben und spüren. Am Programm stehen Konzerte mit MusikerInnen wie Pamelia Stickney (Theremin), Otto Lechner (Akkordeon), dem Obertonchor Die KlangnoMaden und zahlreichen GastmusikerInnen, TänzerInnen & AktionskünstlerInnen aus aller Welt sowie Obertongesangs-Seminare, Mitmach-Sessions, Workshops für Schulklassen und interessierte Gruppen.

20. März 2017
Thema der Woche auf BR Klassik

BR-Klassik, ein Sender des Bayerischen Rundfunks spezialisiert auf Klassik, Jazz, Film- und Weltmusik, widmet sich vom 20. bis 24. März 2017 ganz der Musik von Hans Tschiritsch. Zu hören ist er zusammen mit seiner Band Tschiritsch's Urwerk und dem 1. Strengen Kammerorchester, im Trio mit den beiden Akkordeonisten Otto Lechner und Franz Haselsteiner und mit allerlei Freunden aus der Wiener Musikszene – und mit den Stars der Woche: Obertondrehleier und Trichtergeige, Singender Säge und Gläserspiel, Maultrommel und Tonnenbaß. Mittagsmusik, so der Titel der Schwerpunktreihe, wird von Xaver Frühbeis gestaltet und bietet täglich zwei Stunden lang die ganze Welt der Musik: Archivschätze, rare Produktionen, brandneue Veröffentlichungen mit gefeierten Opernstars und Geheimtipps der Musikszene.

Hans Tschiritsch am Klangpropeller und Melissa Coleman am Phono-Cello (Photo © Didi Sattmann)

2. Mai 2016
Ohrwurm-Serpentophon im Pankratium

Für den Klang-Garten des Pankratiums in Gmünd baute Hans Tschiritsch seine jüngste Erfindung. Das aus alten Kupfer-Dachrinnen gefertigte 25 Meter lange, schlängelnde Klangobjekt soll die Besucher des Haus des Staunens zum Hineinsingen und Lauschen anregen und so spielerische Wahrnehmungszugänge in die Welt der Musik ermöglichen.

Hans Tschiritsch mit seinem Ohrwurm-Serpentophon im Klanggarten des Pankratiums - Haus des Staunes (Photo © Tischitz)

Das ehemalige St. Antonius Spital aus dem 12. Jahrhundert, eines der ältesten Gebäude der Künstlerstadt Gmünd in Kärnten, wurde seit dem Mittelalter vielfältig genutzt – als Spital, Geburtenstation, Schulexpositur und Altenwohnheim. Dem Pankratium ist es in den vergangenen zehn Jahren gelungen, sich zu einem der wichtigsten Ausstellungszentren Österreichs und auch weit über die Grenzen hinaus zu entwickeln.

28. Jänner 2016
Feinarbeit für guten Klang: Instrumentenbauer

Vor Ideen strotzen geradezu die Instrumente von Hans Tschiritsch. „Instrumentenbauer“ würde bei ihm eindeutig zu kurz greifen. Seine Materialien sind schon einmal ein Blasebalg und ein Luftballon, eine Konservendose oder ein Fahrrad. Die Zither spielt er, der als Straßen- und Theatermusiker umtriebig war und unter anderem Obertongesang unterrichtet, mit einem elektrischen Milchschäumer.

Monochord-Zither mit Milchschäumer (Photo © Christine Ebenthal)

Und der Resonanzkörper ist er mitunter selbst. Etwa bei der einsaitigen Mundgeige aus einem Spazierstock, die nach dem Maultrommelprinzip mit einem Zwirnsfaden im Mund spielt. Das Zwitscheridoo sei, meint Tschiritsch lakonisch, „jetzt kein Alltagsgegenstand in dem Sinn“, sondern ein celloähnliches Saiteninstrument, in dessen Hals man auch hineinbläst. Ein anderes Saiteninstrument aus seiner Werkstatt setzt er sich auf den Kopf, gleich nachdem er eine Clownsnase im Gesicht platziert hat: Dank seiner Klanghüte kann sich Hans Tschiritsch mit einem Bogen am Kopf kratzen und Töne erzeugen. „Ich beschalle mich selbst.“ (Auszug aus dem Artikel von Anna Burghardt, Daniel Kalt, Norbert Philipp - Die Presse, Schaufenster, 28.01.2016)